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„Sei Feuer und Flamme“
Ministrantenwallfahrt des Erzbistum Köln
ROM 2010 Alles begann schon im
Frühling dieses Jahres. Wir trafen uns, um zu besprechen wie wir die Fahrt
finanzieren, was zu beachten ist, welche Aktionen wir unternehmen könnten.
Im Endeffekt verkauften wir
Patenbriefe und halfen gegen Entgelt in Haushalt und Garten. So konnten wir
unseren fast einwöchigen Aufenthalt in Rom finanzieren, denn – Rom ist
teuer. Richtig los ging es dann am 10.10.2010 mit einem gemeinsamen Abschied
im Gottesdienst in Hl. Ewalde, von dem wir aber nur 15 Minuten mitbekamen,
da wir schon früh los mussten um in Vohwinkel in den Zug steigen zu können,
der uns nach Deutz brachte.
Dort war alles prima
durchorganisiert, die Sonderzüge Alpha und Omega standen bereit und nach
kurzer Wartezeit waren wir dann auch in unseren Abteilen. Sobald alles
eingeräumt war machte man sich auf den Weg nach draußen, um vor der
21stündigen Fahrt noch einmal frische Luft zu schnappen, denn es galt ein
allgemeines Aussteigeverbot während der Fahrt nach Rom.
Die Raucher rauchten genussvoll
ihre letzten Zigaretten, während der Rest umher lief um neue Leute kennen zu
lernen, denn wir waren ja alle aus einem Grund da – Unseren Glauben
gemeinsam mit anderen zu stärken! Kaum war der Zug losgefahren ging das
Boardradio an und wir wurden erstmal kräftig begrüßt. Einfach Gute Laune
Feeling.
Wir fuhren und fuhren und fuhren.
Mal saß man hier im Abteil, mal da. Und doch war eines überall gleich: Der
Hang zur Gemeinschaft. Dann war es geschafft, Samstagmorgen gegen 11:00 Uhr
trudelten wir in Rom ein. Am Bahnhof angekommen wurden wir in einen Bus
gesetzt, der uns zu unserem Hotel fuhr. Dort hieß es als allererstes:
Duschen! Dann ging es Nachmittags
sofort weiter mit Sightseeing. Allein die Metro ist einen Besuch wert! Wir
haben uns den Trevibrunnen angeschaut und sind dann von da aus zum Pantheon.
Echt beeindruckend das Gebäude! Noch schnell ein Eis, in der besten Eisdiele
Roms gegessen und ab zum Eröffnungsgottesdienst im Lateran. Dienstagmorgen
hieß es um 7:00h‚ raus aus den Federn.
Um 8:00h feierten wir ein kleines
Morgengebet in der hoteleigenen Kapelle, und dann freuten sich alle aufs
Frühstück. War dann nicht so super, aber für römische Verhältnisse echt
okay. Im Laufe des Tages schauten wir uns den Petersplatz samt Dom an, und
weiter ging's zu den Vatikanischen Museen. Dort hieß es erstmal
waaaaaaaarten. Aber gelohnt hat es sich!
Anschließend noch zur Probe nach
Santa Maria Maggiore, da wir dort das Abendgebet dienen durften. Wir hatten
bei dem Wettbewerb dafür mit unserem Hörclip gewonnen! Anette durfte die
Lesung lesen, während Madita und Pia sich mit kleineren Textabschnitten
abwechselten. Abends dann die Bibelarbeit im Park, bei der man noch mehr
neue Leute kennen gelernt hat. Und dann das große Highlight für uns! Vor den
2300 anderen Messdienern der Wallfahrt zu dienen. Das war schon etwas
Besonderes! Mittwochmorgen mussten wir leider schon um halb 6 aufstehen,
denn wir wollten zur Papstaudienz.
Auf dem Petersplatz herrschte gute
Stimmung! Und plötzlich ging das Jubeln los, der Papst war da! Ganz schön
aufregend! Nach 3 Stunden Sitzerei in der prallen Sonne war dann auch Ende.
Nachmittags gingen wir getrennte Wege; die Jungs auf den Spuren der „Illuminati“
und wir Mädels gingen shoppen!
Nach einem sehr erholsamen
Nachmittag trafen wir uns dann zum „Fein-Essen“. Ein weiterer schöner Tag
ging zu ende. Donnerstagmorgen konnten wir mal wieder ein bisschen
ausschlafen, und nach dem Frühstück und einem Morgengebet fuhren wir los, um
uns das Kolosseum und den Circus Maximus anzuschauen. Dort wurde dann auch
ein wenig in der Sonne gebrutzelt, Christian, Ivo und Hendrik liefen ihre
Runden, und wir picknickten ausgiebig. Von dort aus fuhren wir zur Kirche
San Paolo fuori le mura, wo der Abschlussgottesdienst mit Kardinal Meissner
stattfand.
Wir trafen eine Menge anderer
Messdiener und schon bald ging es los. Nach der Messe aßen alle Teilnehmer
gemeinsam Lasagne und Tiramisu in einem benachbarten Park und hatten sehr
viel Spaß.
Die Nacht von Donnerstag auf
Freitag haben wir durchgemacht. Freitagmorgen hieß es dann für uns ‚EWIGEN’
(EWalde und hedwIG) und die Christopheraner ganz schön früh fertig sein. Wir
wollten noch in die Katakomben, um dort eine Führung mitzumachen und im
Anschluss einen kleinen Gottesdienst mit Pfarrer Meisenberg zu feiern. Ganz
schön kalt und gruselig ist es da unten.
Danach fuhren wir zur spanischen
Treppe und gingen wieder getrennte Wege. Einige Richtung Hotel und Pizza
essen, andere wollten lieber noch eine Runde auf der spanischen Treppe in
der Sonne dösen. Um 17:00h ging es dann am Hotel los, Richtung Roma Ostiense,
wo wir gegen 20:00h dann leider wieder abfahren mussten. Eine lange Zugfahrt
erwartete uns, mit fast noch mehr Stimmung als auf der Hinfahrt.
Montagnachmittag kamen wir dann
übermüdet und schmuddelig in Köln-Deutz an. Eine super gute und
unvergessliche Fahrt!
Pia Burghoff und Madita Böhmelmann |